FußballWM

Gruppe A: Die Wundertüte der WM 2022

November 16, 2022

Die Fußball-WM 2022 steht in den Startlöchern. In der Wüste von Katar geht es um den begehrtesten Titel im Weltfußball. In der Gruppe A darf sich der Gastgeber über ein glückliches Los freuen, das sogar die Chancen auf ein Achtelfinale für die Kataris möglich macht.

Mit den Niederlanden hat sich nur ein schwerer Brocken in die Gruppe des Gastgebers verirrt. Der dreimalige Vizeweltmeister will 2022 endlich den Fußballthron besteigen. Mit Louis Van Gaal sitzt ein alter Trainerfuchs auf der Bank bei der Oranje, die zuletzt die WM 2018 in Russland verpassten und daher dieses Jahr besonders heiß sind. Die wichtigsten Spieler, die nun den zweiten internationalen Titel für die Niederländer nach dem EM-Sieg 1988 ins Land holen wollen, sind ohne Zweifel Liverpool-Star Virgil Van Djik, Matthijs de Ligt von Bayern München und der Shootingstar der Europameisterschaft, Denzel Dumfries, der derzeit bei Inter Mailand unter Vertrag steht.

Die auf dem Papier zweitstärkste Mannschaft der Gruppe A, der Senegal, muss dieses Mal auf ihren Superstar verzichten und ist daher angeschlagen. Ohne Bayern-Star Sadio Mane muss die Mannschaft von Aliou Cisse um Punkte kämpfen. Der amtierende Afrikameister reist aber dennoch mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen nach Katar. Bei einer Weltmeisterschaft war bisher das Viertelfinale 2002 das höchste der Gefühle für die Afrikaner, die derzeit auf Rang 18 der Weltrangliste stehen.

Für den 44. der Weltrangliste – Ecuador – ist die WM 2022 die erst dritte Teilnahme beim größten Fußballturnier der Welt. Den größten Erfolg feierten die Südamerikaner einst 2006 als man sich bis ins Achtelfinale vorkämpfte und sich dort England geschlagen geben musste. Wie weit es dieses Mal für die Mannschaft von Gustavo Alfaro geht, hängt auch von der Form von Fenerbahce-Star Enner Valencia ab. Der zweimalige Copa-America-Vierter von 1959 und 1993 ist angesichts der Ausgeglichenheit der Gruppe aber alles andere als chancenlos.

Die Hoffnung des Außenseiters und des Rückenwinds des Gastgebers liegt bei Katar. Die umstrittenen Hausherren dürfen das erste Mal bei einer Weltmeisterschaft aufspielen, im Trophäenschrank befindet sich jedoch bereits ein Pokal. So wurde der Wüstenstaat 2019 Asienmeister, nachdem man zuvor beim Kontinentalturnier nur zweimal den Sprung über die Vorrunde hinausschaffte. Klingende Namen sucht man in Katars Kader vergeblich. Die Hoffnungen von Teamchef Felix Sanchez Bas ruhen insbesondere auf dem Kollektiv.