Formel 1

Es geht wieder los: Das erwartet uns 2023 in der Formel 1

März 3, 2023

Am Wochenende steigt in Bahrain der Auftakt in die neue Saison der Motorsport-Königsklasse. Einiges ist neu: Fahrer, Strecken, Autos. Was kommt 2023 in der Formel 1 auf uns zu?

Neue Strecken

Seit jeher ist der Grand Prix der USA in Austin ein Fixpunkt im Rennkalender der Formel 1, im vergangenen Jahr fuhr man auch in Miami rund um das Hard Rock Stadium. 2023 wird’s richtig amerikanisch: Im November wird der Las Vegas Strip auch zur Rennstrecke. Es soll ein Mega-Spektakel werden – für die europäischen Fans könnte allerdings die Uhrzeit ein Spielverderber werden. Auch neu im Kalender ist Katar, Frankreich fällt weg.

Sprints, Sprints, Sprints

Waren es 2022 noch drei Sprints, sind es 2023 doppelt so viele. Die Grands Prix von Aserbaidschan, Österreich, Belgien, Katar, den USA und Brasilien richten alle Sprintrennen aus.

Neues Qualifying, mehr Reifenmischungen

Auch wenn das jetzige Quali-Prozedere sehr gut ankommt, wird an zwei Wochenenden ein neues Format getestet. Bei den beiden Versuchen wird die Reifenwahl vorgeschrieben: In Q1 müssen harte Reifen aufgezogen werden, in Q2 Medium und in Q3 Soft. An den beiden Wochenenden mit dem neuen Format haben die Fahrer nur 11 Reifensätze statt 13 zur Verfügung. So will die Formel 1 zur Nachhaltigkeit beitragen.

Autos – abgespeckt und sicherer

Das Mindestgewicht wurde von 798 auf 796 Kilogramm ohne Sprit gesenkt. Viele Teams haben deshalb auf lackierte Oberflächen an den Autos verzichtet, denn diese würden unnötig Gewicht hinzufügen. Am deutlichsten ist die Diät an der nackten Carbonhaut bei Mercedes zu sehen. In puncto Sicherheit sorgt der brutale Crash von Guanyu Zhou in Silverstone für Anpassungen. Die Überrollbügel wurden überarbeitet und müssen nun aus abgerundeten Titan bestehen.

Porpoising – Wort der letzten Saison

Denkt man an die letzte Saison, besonders an Mercedes und die erste Saisonhälfte, fängt man fast automatisch mit dem Kopf zu schütteln an. Das Bouncing, mit dem vor allem die Silberpfeile zu kämpfen hatten, trieb Teamchef Toto Wolff förmlich in den Wahnsinn. Doch das Thema soll nun der Geschichte angehören. Nach Anpassungen bereits 2022 wurden nun unter anderem die Außenkanten der Wagenunterböden um 15 Millimeter erhöht. Dadurch soll die Luft, die sich unter dem Wagen ansammelt, besser entweichen können. Wir werden sehen.

Neue Fahrer, neue Kollegen

Es gab eine wahre Rochade in den Cockpits der Teams, nur die Top 3 und Alfa Romeo blieben bei den bewährten Fahrer-Kombos. Alle anderen bekamen jeweils einen neuen dazu. Spannend wird etwa, wie sich das rein französische Paar im französischen Alpine-Team schlägt – Pierre Gasly ist neben Esteban Ocon einiges zuzutrauen. Dass Gasly nun bei Alpine fährt, ist nur möglich, weil der eingeplante Oscar Piastri zu McLaren ging – der Rookie gilt als Riesentalent. Gaslys Platz bei Alpha Tauri nimmt nun Nyck de Vries, der letztes Jahr als Ersatzfahrer einen Top-10-Platz holte, ein. Von Alpine zu Aston Martin wechselte Fernando Alonso. Routinier Nico Hulkenberg startet statt Mick Schumacher bei Haas und mit Logan Seargent holte sich Williams einen Rookie.

Die Favoriten

Fragt man etwas herum, fällt überall nur ein Name: Max Verstappen. Er ist mehr als ein Topfavorit. Angesichts seiner unglaublichen Dominanz im vergangenen Jahr und seiner beeindruckenden Leistungen bei den Testfahrten ist es schwer vorstellbar, dass der fliegende Niederländer 2023 nicht den dritten Triumph in Folge einfahren wird. Chefdesigner Adrian Newey dürfte dem RB19 wieder eine unfassbare Aerodynamik verpasst haben, was ihn wohl zum klar stärksten Auto im Feld macht.

Dies könnte dazu führen, dass die größte Konkurrenz aus dem eigenen Haus kommt. Nach den Vorfällen im letzten Jahr wird Sergio Perez wohl aus Prinzip stärker dagegenhalten. Charles Leclerc wird in dieser Saison mehr von Ferraris Potenzial in Siege umwandeln wollen und wird Verstappens engster Herausforderer außerhalb der Red Bull-Garage sein.